2005/02/03

eLearning am OSI [Nachklapp]

Die e-Learning-Veranstaltung am Dienstag war durchaus interessant: Etwa 10 Leute aus dem akademischen Mittelbau, 2 freiwillige und 2 gefreiwilligte Studierende waren anwesend. Dazu 3 Menschen von der CeDiS.
Vorgestellt wurde das System "Blackboard", mit dem Dr. Fichter und einige andere Dozenten bislang etwas Erfahrungen sammeln konnten und das die FU als "die Standardplattform" für sich ansieht. Anders formuliert: Es gibt Sachen die für und die gegen Blackboard sprechen - "aber wir hatten Zeitrestriktionen."
Die Plattform findet man unter lms.fu-berlin.de, man kann sich dort online für die Nutzung registrieren, offenbar werden die Daten mit denen des Immabüros abgeglichen.
Kritik gabs auch: Zum Sommer wird der PC-Pool-Raum im OSI (3. Stock) aufgelöst, die Plattform setzt das Sicherheitsrisiko Javascript ein und nutzt nicht mal HTTPS-Verschlüsselung. Da soll man also persönliche Angaben drüber laufen lassen, also Dinge wie die Matrikelnummer.
Praktisch stellt sich die Frage, an wen sich die Plattform richten soll. Technikaffine Dozenten nutzen Yahoogroups oder ähnliches bereits, für Dozenten die sich bislang nicht um eLearning gekümmert haben, dürfte der notwendige Zeitaufwand den Nutzen übersteigen. Komplette Onlineveranstaltungen soll es auch in Zukunft nicht geben - "Blended Learning" ist der Begriff, der derzeit anstelle von blendender Lehre gepflegt wird.
Schwach war die Argumentation der CeDiS: Man hatte das Gefühl, dass die offenbar anstehende Förderung durch das BMBF das Hauptkriterium für die Dozenten sein solle. (ää)

3 Comments:

At Montag, 21 Februar, 2005, Blogger RobiBerlin said...

Warum nutzt die FU ein kommerzielles E-Learning-System und noch dazu Windows-Server? Es gibt gute, ausgereifte und vor allem kostenlose offene Software (z.B. StudIP auf -> Sourceforge). Gerade eine Universität sollte ein Zeichen gegen Monopolstrukturen und für demokratische Software setzen und vor allem in Zeiten der angespannten Haushaltslage das Geld nicht zum Fenster rauswerfen.

 
At Donnerstag, 03 März, 2005, Anonymous Anonym said...

Weil open-source nicht die Anforderungen der gesamten Hochschule erfüllen konnte. Außerdem bleibt die Frage des Supports. Generell solltet Ihr Euch aber mal auf den Seiten von CeDiS informieren über das Projekt. Hilft vielleicht auch voreilige Schlüsse zu vermeiden! Dies gilt im übrigen auch für den Beitrag mit der Verschlüsselungsthematik...was bleibt: Lesen bildet und googeln auch!

 
At Donnerstag, 03 März, 2005, Blogger osiwelt said...

> Weil open-source nicht die
> Anforderungen der gesamten
> Hochschule erfüllen konnte.

Ach ja? Komisch, die HU hat damit keine Probleme, afaik.

> Außerdem bleibt die Frage des
> Supports.

Sorry, aber das ist bei einer Anwendung auf Uni-Seite wirklich lustig. :)
Wir haben stapelweise toller Informatiker, hervorragende Robotik-Freaks und nicht zuletzt auch total tolle Leser des Osiwelt-Blogs, die sich offenbar hervorragend auskennen...

> Generell solltet Ihr Euch aber mal
> auf den Seiten von CeDiS informieren
> über das Projekt. Hilft vielleicht
> auch voreilige Schlüsse zu vermeiden!

Richtig - hättest Du wohl tun sollen.

> Dies gilt im übrigen auch für den
> Beitrag mit der
> Verschlüsselungsthematik... was
> bleibt: Lesen bildet und googeln
> auch!

Jawohl. Und gerade das hätte ich von der CeDiS erwartet. Die Verschlüsselung via Javascript ist großer Bullshit, sorry. Grundsätzlich ist Javascript einfach nur Mist, da brauchen wir gar nicht weiter drüber diskutieren. HTTPS wäre die deutlich anständigere Lösung des Problems.

 

Kommentar veröffentlichen

Links to this post:

Link erstellen

<< Home