2005/03/31

Und keiner wills gewesen sein: WamS über das OSI

In der Welt am Sonntag (Ausg. 27.03.05) schreibt Melanie Roth einen langen Artikel über das Otto-Suhr-Institut und die schöne neue Welt dort.

Sie schreibt von unterforderten Studenten, glücklichen JU'lern, griesgrämigen Grottianen und von den Reformen am OSI. Ja früher war alles anders und so gar nicht Welt-kompatibel, doch jetzt hat sich das alles geändert. Das Stromlinien-OSI ist verschulter, erfolgsorientierter. Sagt auch Thomas Risse. Der aber nicht so ganz verantwortlich sein will: Eberhard Sandschneider habe viel dafür getan.

Eberhard Sandschneider? Der Mann, der im Wintersemester noch meinte, dass die Studierenden doch auch mal protestieren sollten, wenn sie solch miese Studienbedingungen wie in seinem Kern-Hauptseminar vorfinden würden? Und der nun weitestgehend entpflichtet wurde, um seiner DGAP-Tätigkeit nachzugehen?

Wenn man der Welt am Sonntag gefällt, dann sollte man das Nachdenken anfangen. Nicht unbedingt, weil auch CSU-Bundestagsabgeordnete am OSI studieren dürfen. Angela Marquardt wird bekanntermaßen auch gerade erst fertig. Nein, weil der Artikel ein deutliches Zeichen mieser Qualität ist - er erweckt den Anschein eines Elitestudienganges, obwohl das OSI weder vom Lehrpersonal noch von der Lehrqualität annähernd elitär ist. Und wohl auch nie sein wird, denn sowenig man Grottian recht geben mag: Ein gutes Abitur ist ein Nachweis von Fleiß - nicht von Intelligenz.

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