2005/04/20

Sie sind mitten unter uns

Wir meinen nicht den Verfassungsschutz. Der hätte eh nicht viel zu tun. Auch nicht die niedlichen Mäuse, die vor dem Institut rumlaufen. Wir meinen etwas viel bizarreres...
Bachelorstudenten
Es kommt der Tag, an dem Flagge gezeigt werden muss. Ist ein erweitertes Grundstudium wirklich begehrenswert?
Waren sie bisher selten, so häufen sie sich jetzt. Bei Lettaus Methoden wurden neulich angeblich 1/3 (Lettau selbst zählte 50 Prozent, soviel zu quantitativer Politikwissenschaft) Bachelorstudenten gesichtet. Der Bachelor kommt. Oder wechseln die BA-Studierenden nicht ganz einfach nach dem vierten Semester auf das Diplom? Und man hat de facto nur einen zweiten Grundstudiengang eingeführt? (ää)

2005/04/16

Sagt einfach NEIN.

Die Studienordnung (DPO) schreibt ein Pflichtpraktikum bzw. Berufserfahrung im Umfang von sechs Monaten vor. Allerdings sind wir nicht die einzigen auf diesem Planeten, die Praktika machen müssen und/oder wollen. Matthias Stolz hat in der ZEIT einen wunderbaren Artikel über das Praktikaunwesen geschrieben.

Für uns gilt: Wir sind eh nicht sonderlich begehrt, weil wir Politikwissenschaftler sind. Wir können nicht mit Zahlen, nicht mit Menschen und wissen alles besser.
Doch selbst wenn diese Charakterisierung zutreffen sollte: Alles kein Grund, unbezahlte Praktikumsstellen für mehrere Monate anzunehmen. Damit versaut man sich nur selbst den Markt.

Faustregel: Ein Vollzeitpraktikum über mehr als 8 Wochen muss finanziell zum Lebensunterhalt reichen. Dann seid ihr nämlich Arbeitskräfte wie alle anderen auch. Und im Zweifel: Scheiß auf die Studienordnung. Lieber kein Praktikum, als Absolventen die Jobs zu klauen. (ää)

2005/04/14

Open Access: Freier Zugang zu Fachzeitschriften

Immer ein Problem ist in unserem Fach der Zugang zu Fachzeitschriften. Eine Möglichkeit ist der digitale Zugriff, zum Beispiel über die FU-Fachzeitschriftendatenbank. Eine andere ist die Suche im Internet nach frei zugänglichen Fachzeitschriften. Dabei helfen können Verzeichnisse wie das Directory of open access journals. Allerdings: Als einzige Quelle sollte man sich auch nicht auf diese Zeitschriften stützen. (ää)

2005/04/12

Revolution in der OSIteria

Nein, keine marxistisch-leninistische oder eine maoistische Kulturrevolution. Aber eine pragmatische: Seit Semesterbeginn gibt es mehrere verschiedene Sorten Pizzastücke! Wieder ein Grund mehr, sich den dortigen - oft als Schlangenfraß titulierten - Gaumenfreuden hinzugeben. (ää)

Der vergessene Kontinent

Nein, nicht um die Antarktis geht es, die ist politikwissenschaftlich nicht sonderlich interessant. Afrika ist das Problem. Schon einmal versucht, ein Afrika-Seminar am OSI zu belegen? Oder gar eines, das sich um das subsaharische Afrika kümmert?

Afrika gehört laut Strukturplan der Universitäten an die Humboldt-Uni. Nur: Auch dort gibt es kein Afrika mehr. Und schon gar kein politikwissenschaftliches. Am Otto-Suhr-Institut ist Afrika nicht mehr unter den Prüfungsthemen. Und selbst wer wollte, wird ein Problem haben. Denn es gibt so gut wie keine Afrikaspezialisten am OSI.

Wie das kommt? Das Trauerspiel um den vergessenen Kontinent lässt sich anhand eines offenen Briefes des ehemaligen Gastprofessors Prinz Ndumbe nachvollziehen. Tolle Leistung, liebe FU!

2005/04/08

StaBi, wir kommen

Ab Montag hat der Zeitschriftenlesesaal wieder von 10 bis 18 Uhr wochentags auf, die Ausleihe nur noch von 10 bis 17 Uhr. "Afgrund Personalmangels." (ää)

2005/04/06

Straffrei und breit dabei

Keine eigentliche OSI-News aber vielleicht nicht uninteressant: Der Berliner Senat hat die Grenzen zur Strafverfolgung von Cannabisdelikten auf 10 Gramm angehoben.
Im Original klingt das so:

Nach der neuen "Gemeinsamen Allgemeinen Verfügung der Senatsverwaltungen für Justiz, für Inneres sowie für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz zur Umsetzung des § 31 a BtMG" darf in Berlin bis zu einer Bruttomenge von 10 Gramm Haschisch oder Marihuana straffrei für den Eigenverbrauch erworben oder besessen werden."


Und auch bis 15 Gramm wird es nicht zwangsläufig stressig. Wer also zur Abteilung "Smoking & Fly" gehört, darf sich freuen -- vom Bau einer Tüte mit 10-15 Gramm ist allerdings dringend abzuraten.

Das "ostentative konsumieren in der Öffentlichkeit" ist übrigens eine Ausnahme von der Neuregelung. Guten Flug. (ää)

2005/04/03

Babylonische Sprachverirrung

Sprachen sind immer gut, zumindest im späteren Berufsleben. Und wer Lust auf die eine oder andere Sprache hat, der steht vor einem klassischen Problem: Wo, wie und wann? Erste Hilfe kurz vor den Anmeldeterminen gibt es nun hier bei uns.

An der FU gibt es reihenweise Sprachangebote. Schwierig ist es eher mit dem Auffinden der ebensolchen. Denn merke: Das, was auf der Homepage des Sprachenzentrum steht ist nur ein kleiner Teil des Angebotes.

Viele der Sprachkurse sind an den jeweiligen Fachinstituten angesiedelt und vergeben Restplätze auch an Studierende anderer Institute. Daher gilt: Auch wenn eine Sprache nicht auf der Webseite des Sprachenzentrums steht, eine Suche kann weiterhelfen.

2005/04/01

Maluspunkteregelung ab sofort wieder gültig

Wie wir aus für gewöhnlich wohlinformierten Kreisen in interviewähnlichen Befragungen erfahren haben, wird mit Ende des Sommersemesters die Maluspunkteregelung wieder eingeführt. Das heißt für alle Studierenden nach neuer DPO und in Bachelor-/Masterstudiengängen: Wer nicht spurt, fliegt raus. Also schnell fertig werden, liebe Kommilitonen.
Unseren Quellen zufolge werden nun auch die Maluspunkte seit Einführung der neuen Studienordnung nachgerechnet und dann auf dem Diplomzeugnis eingetragen. (ää)