2005/07/13

nochmal zum sogen. "Campus Management"

das hat zwar keinen Neuigkeitswert, aber es ist einfach zu schön, um es zu verheimlichen. Über das Campus Management liest man:

"Das Präsidium der Freien Universität startete Anfang 2005 das Projekt Campus Management. Gemeinsam mit allen Bereichen der Universität wurde hiermit ein Prozess begonnen, in dem zentrale Abläufe und Prozesse rund ums Studium umfassend reorganisiert werden. Die Einführung einer neuen Software in der Studien- und Prüfungsverwaltung ist ein entscheidender Baustein, um die gesamte IT-Architektur in der Verwaltung der Freien Universität zu modernisieren. Als Softwarelösung hat sich die Freie Universität für das gleichnamige System Campus Management von SAP entschieden. Mit den tief in die Organisation hinein reichenden innovativen Neuerungen des Projektes Campus Management hat die Freie Universität Berlin schon jetzt eine Vorreiterrolle im Reformprozess europäischer Hochschulen eingenommen."

Was ist der Unterschied zwischen Abläufen und Prozessen? Was ist die IT-Architektur der Verwaltung? Wieso entwickelt SAP ein Programm namens "Freie Universität"? Welches Problem löst eine Softwarelösung? Und vor allem: Was sind "tief in die Organisation hinein reichende innovative Neuerungen"? Hat es mal jemand geschafft, in dieser "Organisation" etwas zu drucken, eine Anschaffung zu tätigen oder gar eine Reise zu unternehmen? Nein? Braucht man auch nicht. In Zukunft übermittelt man dem Campus Management seine Wünsche einfach in Form eines 20-seitigen Formulars und wird als Belohnung direkt an die Spitze der europäischen Forschungslandschaft gebeamt. So einfach kann das sein.

3 Comments:

At Mittwoch, 13 Juli, 2005, Anonymous polymorphic said...

Ich hatte vor kurzem das Vergnügen, auf einer Informationsveranstaltung zu SAP CM für Lehrende präsent zu sein. Dort ging man wenn auch nicht viel, so doch ein wenig mehr ins Detail.

Angebunden werden sollen unter anderem bereits bestehende Systeme wie HISSOS (Studentenverwaltung), SAP HR (das Personalmanagement Modul von R/3) und das zentrale Identity-Management-System (FUDIS). D.h., es wird auch die Einbindung von ZEDAT-Accounts angestrebt (zur Anmeldung für Seminare), was bestimmt "lustig" wird, da die ZEDAT eine eigene Benutzer-Datenbank verwaltet, die neben der vom Imma-Büro koexistiert.

Definitiv werden aber ohnehin nur BA/MA-Studierende in den "Genuß" des neuen SAP Systems kommen, andere Studiengänge (darunter auch das frisch modularisierte Diplom) sind nicht zur Einbindung vorgesehen. Jetzt nicht und auch in Zukunft nicht.

 
At Mittwoch, 13 Juli, 2005, Anonymous polymorphic said...

Korrektur:
Hab die Info gerade per Email erhalten, das neue System gilt doch auch für das neue, modularisierte Diplom am OSI, nicht nur für BA/MA.

Anmeldung für die Seminare in der ersten Oktoberwoche über das Web mit Hilfe eines ZEDAT-Accounts. Wer noch keinen hat, sollte sich also schnell einen besorgen.

 
At Donnerstag, 14 Juli, 2005, Blogger bob said...

nun gut, ich gehöre der ersten Generation an, die in den Genuß der NDPO gekommen ist. Das ist wenigstens ein kleiner Trost: Ich gehöre ebenso der letzten Generation an, die sich nicht mit dem CM rumschlagen muß :-)


(OK OK, gegen die Wand fahren wird es eh, aber rumschlagen wir man sich damit wohl trotzdem...)

 

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