2006/10/19

Hinterm Horizont gehts weiter (achtung, allgemeinpolitischer Anspruch)

Spare in der Not, dann hasst Du ehemalige Länderfinanzausgleich-Nehmerländer wie Bayern gleich doppelt. Gut, Berlin hat nie etwas gegeben. Ja, die Fusion mit Brandenburg muss kommen. Nein, es gibt verzichtbare öffentliche Einrichtungen.

"Nicht das Ende der Politik, das Schleifen sozialer Standards oder einen wilden Ausverkauf öffentlichen Vermögens", sagt Berlins Linkspartei in Form von Harald Wolf.

Warum eigentlich nicht?

Vorschlag: Wir privatisieren die Kultureinrichtungen ? unter einer Auflage: 3 Prozent aller Tickets müssen für sozial Schwache reserviert und kostenlos sein.

Es gibt im kulturpolitischen Bereich bereits jetzt eine wahnsinnige Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Was wird momentan vom Senat mit großen Summen gefördert? Opern, Theater, Museen.

Das betrifft den Großteil der Endteens und Anfang- bis Mittzwanziger nicht wirklich. Wir gehen relativ selten in Museen, Opernhäuser, Konzertsäle, Theater. Zumindest im Berliner Durchschnitt. Die Kultur, die wir in Anspruch nehmen, wird kaum staatlich gefördert, die bezahlen wir selbst. Ein paar nette Zahlen zum Altersdurchschnitt im Bereich Musik gibts hier, leider auch schon fünf Jahre alt (also einfach weiterrechnen und unten Tokio Hotel anbauen). Wie gesagt, was wir hören finanzieren wir schon fast komplett privat.

Warum wird im Kulturbereich vor allem das gefördert, wo Menschen hingehen, die ein ernsthaftes Einkommen haben? Die für eine Opernkarte im Zweifel auch mehr ausgeben würden ? weil sie nun einmal einfach gerne in die Oper gehen?

Kultur ist schön. Aber die Berliner Kulturpolitik ist in erster Linie Rentnerbefriedigungspolitik. Sparen wir uns das doch einfach.

(Widerspruch willkommen)

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