2006/10/13

Reaktionen

Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit dem Scheitern und weiß neues zu berichten:
Wir waren von Anfang an extrem skeptisch?, sagte Projektkoordinatorin Marianne Beisheim.

Aaaaah ja. Merkte man am Institut eigentlich nix von. Da wurde auch schonmal das eine oder andere Milliönchen gern in der Cafeteria verplant.

Bei der taz weist man auf das Debakel für Dieter Lenzens Konzepte hin:
Ziel sollte eine internationale Clusterbildung hocheffizienter Wissenschaftsbereiche sein.
Als Vorbild hierzu diente das Exzellenzcluster "Governance in a Globalized World" am Otto-Suhr-Institut. Es konnte sich im deutschlandweiten Konkurrenzkampf aber nicht durchsetzen. Ein Erfolg hier wäre für die Universität Voraussetzung gewesen, um mit dem Zukunftskonzept zur Elite-Uni gekürt zu werden.


Was man sich bei den Herren und Damen verantwortlichen offenbar so richtig gar nicht vorstellen kann: dass das Projekt "Governance in a Globalized World" einfach so richtiger Elfenbeinturmbullshit sein könnte. Und die Herren und Damen genau das beim Antraglesen auch gedacht haben.

Wir haben auch Anfragen an ein paar freundliche Damen und Herren herausgeschickt (standardisierter Einheitsfragebogen für Befürworter und Skeptiker). Mal gucken, wer antwortet. Übrigens: diesen Monat haben hier schon 243 mutmaßlich verschiedene Menschen hereingeguckt.

3 Comments:

At Samstag, 14 Oktober, 2006, Anonymous Anonym said...

Ich bin beileibe kein Fan des Exzellenztheaters, finde das hämische Gequatsche in den Blogs und Verteilern rund ums OSI aber extrem unfair. Die Beteiligten haben sich wirklich Arbeit gemacht, wohingegen die "KritikerInnen" ewig das gleiche negative Zeug von sich geben konnten und das Ergebnis nun auch noch als Erfolg verkaufen, frei nach dem Motto "wir habens doch gesagt".
Etwas weniger konstruktives als das ewige Risse-Dissen gibts kaum, das hilft dem OSI überhaupt nicht weiter...
Für ein freies und gutes Studium, aber gegen das ewige Gemecker.
Ein anonymer Freund des OSI

 
At Samstag, 14 Oktober, 2006, Blogger osiwelt said...

Lieber anonymer OSI-Freund,

Schadenfreude ist nunmal.. naja. Du weißt schon. Klar war das 'n hämisches Lachen wert. Was soll denn dieser ganze Unfug?

Wir haben ein Otto-Suhr-Institut, das sich von einer umfassend lehrend und forschenden Einrichtung zu einem Governance-Compliance-Forschungsinstitut wandelt. Und dass Herr Risse daran nicht unbeteiligt ist, wissen wir doch nun wirklich alle.

Politikwissenschaft ist mehr. Und das OSI auf diesen, vielleicht sogar wirklich mittelträchtigen aber thematisch einfach nur mittelprächtigen Bereich auszurichten halte ich ganz persönlich für grundfalsch. Und da erlaube ich mir Schadenfreude, wenn man damit "auf die Fresse fliegt".

 
At Samstag, 14 Oktober, 2006, Blogger bob said...

Also ein Großteil dieses "Risse-Dissens" geht wohl auf mein Konto, deswegen: Touché! Das ist ausgesprochen destruktiv, was ich so von mir gebe. Aber es macht einfach einen Heidenspaß, den Mächtigen und Erfolgreichen anonym ans Bein zu pinkeln, wenn man selbst nur ein kleiner Wurm ist. In diesem Sinne...

 

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